Von Stephen Lämmerhirt
RADBALL Sechser des RMSC Rüsselsheim hadert im oberfränkischen Bischberg mit Chancenverwertung / Vierter Rang
So hatten sich die Spieler des RMSC Rüsselsheim den Verlauf der 48. deutschen Meisterschaft im Rasenradball nun wahrlich nicht vorgestellt. Nach dem dritten Rang im Vorjahr, als der Verein die nationalen Titelkämpfe erstmals ausgerichtet hatte, wollten die Rüsselsheimer an diesem Wochenende im oberfränkischen Bischberg wieder sportlich glänzen. Doch der dreimalige Deutsche Meister, der 2009, 2002 und 1999 die nationale Konkurrenz gewonnen hatte, hatte in sieben Begegnungen lediglich zweimal wirklich Grund zu jubeln. Letztlich standen die Rüsselsheimer mit hängenden Köpfen bei der Siegerehrung, reichte es in der Nähe von Bamberg sogar nur zum vierten Platz.
Neben den Erfolgen gegen SV Lok Löbau und RMSV Düsseldorf landete der Rad- und Motorsport-Club noch gegen RKB Bamberg-Gaustadt und TuS Bramsche Teilerfolge. Gegen RKB Hamburg-Bille, TuS Bramsche II und Gastgeber RKB Bischberg nahmen die Hessen jeweils Niederlagen hin. Dabei verzweifelten die Rüsselsheimer fast an ihrem Abschlusspech. Denn zahlreiche Pfostentreffer verhinderten, dass die Hessen zumindest den Sprung aufs Treppchen wiederholten.
Aber nicht allein die Träume des RMSC blieben unerfüllt und platzten recht früh. So war TuS Bramsche II weit davon entfernt, den Titel, den er vor etwa zwölf Monaten durchaus unerwartet im Rüsselsheimer Stadion errungen hatte, zu verteidigen. Am Ende durften die Niedersachsen froh sein, dass sie noch den Sprung aufs Podest geschafft hatten und sich mit Bronze dekoriert auf den Heimweg machten.
Der RKB Hamburg-Bille drückte indes der Meisterschaft seinen Stempel auf. Die Hanseaten, die letztmals 2008 den Titel errungen hatten, präsentierten sich in blendender Verfassung, blieben unbesiegt und nahmen nur zwei Gegentreffer hin. Allein gegen den RKB Bamberg-Gaustadt, der Vizemeister wurde, reichte es nicht zu einem Erfolg. Hier mussten sich die Nordlichter mit einem 1:1 bescheiden.
Derweil sorgte RSV Jänkendorf beim Ausrichter für etwas Unmut. Denn der Radsportverein aus Sachsen hatte seine Teilnahme noch abgesagt, sodass der ursprüngliche Spielplan nur noch Makulatur war.
Ergebnisse: RKB Hamburg-Bille - RKB Bamberg-Gaustadt 1:1, - TuS Bramsche II 2:0, - RMSC Rüsselsheim 2:0, - SV Lok Löbau 1:0, - RKB Bischberg 2:0, - TuS Bramsche 4:1, - RMSV Düsseldorf 9:0; Gaustadt - Bramsche II 2:1, - Rüsselsheim 1:1, - Löbau 3:1, - Bischberg 3:0, - Bramsche 2:2, - Düsseldorf 4:0; Bramsche II - Rüsselsheim 2:1, - Löbau 0:1, - Bischberg 2:2, - Bramsche 1:0, - Düsseldorf 4:0; Rüsselsheim - Löbau 1:0, - Bischberg 0:2, - Bramsche 1:1, - Düsseldorf 4:1; Löbau - Bischberg 0:0, - Bramsche 1:0, - Düsseldorf 1:0; Bischberg - Bramsche 0:1, - Düsseldorf 0:0; Bramsche - Düsseldorf 0:3; Endstand: 1. RKB Hamburg-Bille 21:2 Tore/19 Punkte, 2. RKB Bamberg-Gaustadt 16:6/15, 3. TuS Bramsche II 10:7/11, 4. RMSC Rüsselsheim 8:9/8, 5. SV Lok Löbau 3:5/8, 6. RKB Bischberg 4:8/6, 7. TuS Bramsche 5:12/5, 8. RMSV Düsseldorf 4:22/4. - nicht angetreten: RSV Jänkendorf.
RMSC Rüsselsheim: Michael Ritter (4 Tore), Andreas Kreim (3), Steffen Wulle (1), Bernhard Soltau, Frank Seibel, Hans-Peter Barth, Andreas und Christian Angermair.
Traum vom vierten DM-Titel platzt (Main-Spitze, 15.08.2011)